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14/09/2020

Das Wichtigste in Kürze

 USD/CHFEUR/CHFSMIEURO STOXX 50DAX 30CAC 40FTSE 100S&P 500NASDAQNIKKEIMSCI Emerging MArkets
Letzter Stand0.911.0810'439.523'315.8113'202.845'034.145'935.983'340.9710'853.5423'406.491'091.79
Trend
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Haupttrends:

US-Wirtschaft erholt sich nach wie vor nur langsam

In Europa steht der starke Euro im Zentrum der Debatte

Erhöhen die Privatanleger mit ihren Spekulationen die Volatilität?

Die Anzahl der täglichen Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus nimmt weltweit ab. Diese Entwicklung steht in Kontrast zu den steigenden Fallzahlen in Verbindung mit den Ferienrückkehrern. Was die Anzahl der infizierten Personen betrifft, so ist diese auch von der Anzahl der durchgeführten Tests abhängig. Es ist daher sehr wohl möglich, dass die steigenden Zahlen auf die zahlreicheren Test zurückzuführen sind.

An der Wirtschaftsfront erfolgt die Erholung nach wie vor nur langsam. In den USA haben sich die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe auf einem immer noch sehr hohen Niveau stabilisiert und die Arbeitslosenquote liegt bei 8,4%. Im August verzeichnete der Dienstleistungssektor einen Rückgang, wie der Einkaufsmanagerindex für das nicht-verarbeitende Gewerbe belegt, der von 58,1 auf 56,9 Punkte gesunken ist. Es werden neue Ankurbelungsmassnahmen erwartet, aber die Republikaner und die Demokraten schlagen unterschiedliche Programme vor.

In Europa steht der starke Euro im Zentrum der Debatte: Die Einheitswährung hat seit März gegenüber dem Dollar um rund 10% zugelegt. Obwohl die Zahlen vor der EZB-Sitzung eine sich abschwächende Wirtschaft belegten, zeigte sich Christine Lagarde seltsam optimistisch im Hinblick auf den Konjunkturausblick der Region. Trotz der grossen Debatte über die Stärke des Euro innerhalb der EZB liess sich in den Worten der Präsidentin keine Dringlichkeit erkennen. Es steht jedoch fest, dass sich ein starker Euro deflationär auswirkt und der Wettbewerbsfähigkeit der Eurozone schadet. Letztlich überwiegt jedoch der Optimismus, wenn die Börsenentwicklung als Barometer beigezogen wird.

An den Finanzmärkten ist die Volatilität wieder gestiegen, nachdem der Nasdaq und vor allem die Stars der US-Technologiewerte, die zuvor nicht aufzuhalten schienen, stark korrigiert hatten. Der Umfang der Kursschwankungen bei den grössten Titeln wirft allerdings Fragen auf. Die 15%ige Kurs-
korrektur von Apple entspricht einem Verlust von rund 300 Milliarden Dollar, das heisst dem Gegenwert der Börsenkapitalisierung von Nestlé!

Diese erneut steigende Volatilität scheint durch ein neues Phänomen verstärkt zu werden: Die Spekulation von Privatanlegern mit Optionen. Diese Instrumente ermöglichen eine sehr hohe finanzielle Hebelwirkung. In den vergangenen vier Wochen haben private Spekulanten (vor allem über Apps wie Robinhood) rund 37 Milliarden Dollar in Call-Optionen investiert, was einem Basiswert von über 300 Milliarden Dollar entspricht. Die Vorliebe für solche leicht zugänglichen Wetten ist während des Lockdowns entstanden, als sich viele Spieler der Börse zugewandt haben, wo die Rennen immer am Laufen geblieben sind.

Höhenflug des EUR gegenüber dem USD beendet?

Der Euro hat gegenüber dem US-Dollar seit März rund 12% zugelegt. Zu dieser Entwicklung haben verschiedene Faktoren beigetragen: 1. In den USA wurden die Vermögenskaufprogramme aggressiver gestartet als in Europa, was in einer ersten Phase zu einer stärkeren relativen Ausweitung der Fed-Bilanz gegenüber der EZB-Bilanz führte. Diese relative Erhöhung der im Umlauf befindlichen Dollars reduziert de facto deren Wert. 2. Die damaligen Diskussionen über die Vergemeinschaftung der Schulden in Europa hatten das Vertrauen in die Eurozone gestärkt und die Risikoprämie auf der Einheitswährung reduziert. 3. Die Tatsache, dass sich Europa schneller als die USA von der Covid-19-Krise befreien kann, spricht ebenfalls für einen stärkeren Euro. Inzwischen haben sich die Dinge jedoch geändert, und es sprechen wieder einige Faktoren für eine Abschwächung des Euro. Wie Christine Lagarde und ihr Chefökonom hervorgehoben haben, wird das Niveau des Euro von der EZB sehr genau überwacht. Die relative Stärke der Währung verursacht im Wesentlichen zwei Probleme: Sie ist deflationär, insofern die importierten Preise tiefer sind, während das Inflationsziel von rund 2% immer weiter in die Ferne rückt. Durch die Inflation wird in der Tat eine Reduzierung des Werts der Schulden ermöglicht, da diese zum Nominalwert zurückgezahlt werden. Im Weiteren beeinträchtigt ein starker Euro die Exporte der Eurozone genau in dem Moment, in dem viel unternommen wird, um die Wirtschaft anzukurbeln. Daher wird die EZB die Entwicklung sehr genau im Auge behalten und schliesst eine Ausweitung ihres Pandemie-Notfallankaufprogramms, das zurzeit 1’350 Milliarden Euro umfasst, nicht aus.

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