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13/09/2021

Flash boursier

Das Wichtigste in Kürze

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Letzter Stand0.921.0812'060.644'170.3515'609.816'663.777'029.204'458.5815'115.4930'381.841'308.94
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(Daten vom Freitag vor der Publikation)

Höhepunkt in drei Bereichen erreicht

Allgemeine Lage

Nach einer mehrheitlich negativen Börsenwoche, die auf Befürchtungen in Zusammenhang mit der Ausbreitung der Delta-Variante, der Inflation auf der Angebotsseite und weltweit steigenden makroökonomischen Risiken zurückzuführen ist, machen sich die Anleger vor allem Gedanken über die nächsten geldpolitischen Schritte der Notenbanken. An den Aktienmärkten zeigen sich Ermüdungserscheinungen, da neue Impulse fehlen. Obwohl mit Turbulenzen gerechnet wird, liegen die Prognosen für die Unternehmensergebnisse auf Rekordniveau, was wenig Raum für Enttäuschungen lässt. Aufgrund der hohen Bewertungen ist jedoch eine vorsichtigere Haltung anzeigt.

Die Anleger machen sich Gedanken über die nächsten geldpolitischen Schritte der Notenbanken.

Es scheint so, als sei der Höhepunkt in drei Bereichen erreicht worden. Dies gilt an erster Stelle für die ultralockere Geldpolitik, zumal dann, wenn die US-Notenbank ihre quantitative Stimulierungspolitik zurückfährt. Danach folgt die Budgetpolitik. Da sowohl in den USA und in Europa sämtliches Pulver verschossen wurde, bleibt die Frage, ob die massiven Investitionspläne von Erfolg gekrönt sein werden. Letztlich ist wohl auch beim Wachstum des globalen BIP der Höhepunkt erreicht worden. Das Risiko besteht nun darin, dass die Zentralbanken ihre Liquiditätszufuhr reduzieren, während die Weltwirtschaft Ermüdungserscheinungen zeigt. Die grossen US-Investmentbanken, darunter vor allem Goldman Sachs, haben begonnen, ihre US-Wachstumsprognosen für 2021 nach unten zu korrigieren. Immerhin wird der Privatkonsum durch die Verbesserung der Arbeitsmarktlage und das Lohnwachstum gestützt. Auch die hohen Sparrücklagen der privaten Haushalte dürften einen positiven Beitrag an den Konsum leisten. Bei der Produktion sorgt die beschleunigte Automatisierung für eine höhere Produktivität, was sich als weiterer Wachstumsmotor erweist.

Obwohl mit Turbulenzen gerechnet wird, liegen die Prognosen für die Unternehmensergebnisse auf Rekordniveau.

Anlässlich ihrer September-Sitzung am vergangenen Donnerstag vermochte die EZB die Märkte insofern zu beruhigen, als sie sich nur für ein moderat geringeres Tempo bei den Anleihekäufen im Rahmen ihres Pandemienotfallprogramms PEPP entschied. Die Ankäufe werden von monatlich 80 Milliarden auf 60 bis 70 Milliarden Euro reduziert. Christine Lagarde beharrte darauf, dass es sich nicht um ein «Tapering», sondern vielmehr um eine «Neukalibrierung» handle. Aufgrund der kräftigen Wirtschaftserholung ist eine geringere Notfallunterstützung erforderlich. Die enttäuschenden Daten zu den in den USA neu geschaffenen Stellen im August könnten die Ankündigung des «Tapering» durch die US-Notenbank (Fed-Sitzung am 21. und 22. September) nochmals aufschieben.

Somit könnte der Beginn der Reduzierung der Käufe von Anleihen und Hypothekarpapieren (zurzeit 120 Milliarden Dollar monatlich) voraussichtlich anlässlich der November-Sitzung bekanntgegeben werden.

Apple

Am Dienstag findet die berühmte jährliche Präsentation der neuen Apple-Produkte statt, bei der das iPhone 13, die Apple Watch 7, die AirPods Pro und weitere Überraschungen auf dem Programm stehen.

Diese Ankündigungen kommen zum richtigen Zeitpunkt, um den Ruf des Smartphone-Giganten wiederherzustellen. In der Tat hat das Gericht das Provisionssystem des App Store als «wettbewerbswidrig» verurteilt. Die Bundesrichterin entschied, dass das Unternehmen App-Entwicklern nicht länger verbieten kann, andere Zahlungsoptionen als diejenige von Apple für alle In-App-Käufe und Provisionen anzubieten, die derzeit bis zu 30% pro Transaktion betragen können. Dieser Fall ist nur eine weitere Episode im wachsenden Aufstand gegen die Dominanz der grossen Technologieunternehmen und wird den durchschnittlichen iPhone-Nutzer mit Sicherheit nicht beeinträchtigen.

Trotz der bevorstehenden Änderungen werden integrierte Zahlungen aus Gründen der Bequemlichkeit und Sicherheit wahrscheinlich die erste Wahl der Nutzer bleiben. Die finanziellen Auswirkungen dieses Gerichtsurteils bleiben marginal und dürften die Bewertung von Apple langfristig nicht beeinträchtigen. Das Unternehmen wird mit der Vorstellung des neuen iPhone am 14. September versuchen, die Aufmerksamkeit wieder auf seine Technologie zu lenken. Der jüngste Kursrückgang ist eher eine Chance als ein Notsignal.

 

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