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12/09/2022

Flash boursier

Das Wichtigste in Kürze

 USD/CHFEUR/CHFSMIEURO STOXX 50DAX 30CAC 40FTSE 100S&P 500NASDAQNIKKEIMSCI Emerging Markets
Letzter Stand0.960.9610'900.243'570.0413'088.216'212.337'351.074'067.3612'112.3128'214.75970.29
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%YTD5.27%-7.01%-15.34%-16.95%-17.61%-13.15%-0.45%-14.66%-22.58%-2.00%-21.24%

(Daten vom Freitag vor der Publikation)

 

Zunehmender Risikoappetit

Am vergangenen Freitag schlossen alle Börsen mit einem kräftigen Plus. Damit beendeten die drei wichtigsten US-Indizes eine dreiwöchige Verlustreihe, während der Dollar von seinem jüngsten Höchststand abrückte und die Anleger eine weitere Zinserhöhung von 0,75% durch die US-Notenbank eingepreist zu haben scheinen.

Der Dollar, der zu Beginn der vergangenen Woche einen Höchststand erreicht hatte, verzeichnete drei Tage in Folge einen Wertverlust aufgrund der Zinsanhebung in Europa und des wieder aufkommenden Risikoappetits der Anleger. Am Anleihenmarkt sank die Rendite der richtungsweisenden US-Staatspapiere mit einer Laufzeit von zehn Jahren leicht auf 3,32%, während die Rendite für 2-jährige Anleihen um 5 Basispunkte auf 3,55% anstieg und somit nach wie vor eine Rezession in den USA ankündigt. Allerdings kommt diese Rezession in den verschiedenen Statistiken, welche die Wirtschaftsaktivität des Landes messen, noch nicht zum Ausdruck. So belegen die im Beige Book der Fed veröffentlichten Zahlen eine robuste Industrieproduktion mit steigenden Ausrüstungsausgaben und Einzelhandelsumsätzen, sowie eine nach wie vor zunehmende Aktivität im Dienstleistungssektor.

Das Grossereignis der Woche war die Entscheidung der Europäischen Zentralbank über das Ausmass ihrer Zinserhöhung. Die EZB entschied sich für eine Erhöhung um 75 Basispunkte, womit sie die Straffung ihrer Geldpolitik beschleunigt. Der Einlagensatz wurde von 0% im Juli auf 0,75% angehoben. Da die Inflation aufgrund der durch die Sanktionen gegen Russland ausgelösten Energiekrise weiter verschärft wird, blieb Christine Lagarde und ihren Kollegen keine andere Wahl, als dem Beispiel der US-Notenbank zu folgen. Es wird davon ausgegangen, dass weitere Zinserhöhungen folgen werden. Sie sollten die Spartätigkeit fördern, den Konsum reduzieren und somit den Teuerungsdruck senken. Angesichts der Aussicht auf weitere Erhöhungen um 0,75% in den nächsten Monaten legte der Euro gegenüber dem Dollar wieder zu und stieg über Parität (1,01). Das BIP-Wachstum in der Eurozone wurde nach unten korrigiert, liegt aber immer noch bei 3,1% für dieses Jahr. Für nächstes Jahr werden noch 0,9% erwartet.

In China wird sich der Kongress am 16. Oktober versammeln, um die Null-Covid-Politik neu zu definieren und mögliche neue Massnahmen zur Unterstützung der sich abschwächenden Wirtschaft zu vereinbaren. Da sich die Inflation im August – gegenüber dem Juli mit 2,7% – unerwartet auf 2,5% zurückgebildet hat, verfügen die chinesischen Behörden über einen gewissen Spielraum zur Stützung ihrer Wirtschaft. Die verlangsamte Teuerung ist hauptsächlich auf die sporadischen Schliessungen aufgrund der strengen Null-Covid-Politik zurückzuführen, die auch die Ausgaben reduziert haben.

Dieses Treffen könnte den Märkten und vor allem der chinesischen Wirtschaft etwas Luft verschaffen. Diese leidet nun seit einem Jahr unter der Krise im Immobiliensektor, welche die gesamte Wirtschaft des Landes und das Vertrauen der verschiedenen Akteure beeinträchtigt. Diese Woche werden die Konjunkturdaten und natürlich vor allem die Inflationszahlen in den USA im Fokus stehen, die voraussichtlich leicht auf 8,1% sinken werden, was dem Markt etwas Rückenwind verschaffen würde.

 

Swissquote

Die Swissquote Group ist der führende Schweizer Anbieter von Finanzdienstleistungen und Online-Trading mit weltweit über 1000 Mitarbeitenden. Ihre Einnahmen stammen zu 70% aus Transaktionen (Brokerage, Currency Spread usw.), der Rest aus dem Halten von Vermögenswerten (Depotbankaktivitäten, Kontoführung usw.). Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr 2022 nahezu 3,2 Millionen Transaktionen durchgeführt (mit einer durchschnittlichen Transaktion von CHF 24‘835), und die Kundenvermögen belaufen sich auf knapp CHF 55,9 Milliarden.

Als Vorreiterin bei der Innovation von Online-Finanzdienstleistungen und attraktiven Finanzprodukten für die jüngere Generation startete die Online-Bank mehrere Projekte in diesem Bereich. Sie ermöglicht den Anlegern, ihr Portfolio mithilfe eines Robo Advisors aufzubauen und sich über dessen ESG-Rating zu informieren. Darüber hinaus hat die Gruppe in Zusammenarbeit mit PostFinance eine digitale App für die jüngere Generation eingeführt: YUH hat heute rund 75’000 Konten mit Vermögenswerten von über CHF 281 Millionen.

Die Swissquote Group mit Hauptsitz in Gland (VD) sowie Büros in Zürich, Bern, London, Luxemburg, Bukarest, Malta, Dubai, Hongkong und Singapur ist seit dem 29. Mai 2000 an der Schweizer Börse notiert. Die Gruppe expandiert schrittweise ins Ausland, und der Netto-Neugeldzufluss steigt weiter an (CHF 9,6 Milliarden im Jahr 2021).

Die Onlinebank ist bereits seit mehreren Jahren im Bereich der Kryptowährungen tätig und hat im dritten Quartal 2022 eine neue Kryptowährungsplattform eingeführt. Der Aktienkurs von Swissquote neigt dazu, sich in Abhängigkeit vom Bitcoin-Kurs zu entwickeln, was insofern nicht gerechtfertigt ist, als der Anteil von Krypto-Vermögenswerten an den Einnahmen der Gruppe begrenzt ist (nur 10% der operativen Einnahmen im H1 2022).

Swissquote verzeichnet ein starkes Wachstum, verfügt über Spitzentechnologie, grosse Innovationskapazitäten und eine internationale Entwicklungsstrategie. Mit einem P/E von rund 10 scheint die Aktie günstig bewertet.

 

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