KI macht die Märkte fragiler
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KI macht die Märkte fragiler

Flash boursier vom 16.02.2026

Das Wichtigste in Kürze

 

USD/CHF

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NASDAQ

NIKKEI

MSCI Emerging Markets

Letzter Stand

0.77

0.91

13'600.67

5'985.23

24'914.88

8'311.74

10'446.35

6'836.17

22'546.67

56'941.97

1'555.12

Trend

2

3

1

3

3

1

1

2

2

1

1

%YTD

-3.17%

-2.14%

2.51%

3.35%

1.73%

1.99%

5.19%

-0.14%

-2.99%

13.12%

10.73%

(Daten vom Freitag vor der Publikation)

 

In der vergangenen Woche hat sich ein Regimewechsel an den Aktienmärkten betätigt. Nachdem die künstliche Intelligenz zwei Jahre lang der zentrale Treiber für steigende Kurse war, sorgt sie nun für Zweifel und sektorielle Unterschiede.

 

Einerseits wird die Rentabilität der massiven KI-Investitionen von den Anlegern zusehends kritisch hinterfragt, zumal diese Ausgaben künftig durch Schulden finanziert werden und nicht mehr allein durch die umfangreichen Cashbestände der Grosskonzerne.

Andererseits hat das Misstrauen auf Immobilien- Logistik- und Finanzvaloren übergegriffen, nachdem zuerst die Softwarehersteller sanktioniert worden waren. Für den Markt scheinen die potentiellen Produktivitätsgewinne nicht mehr im Vordergrund zu stehen, sondern vermehrt die Sorge im Hinblick auf Disruptionsrisiken.

Hoffnung auf Zinssenkungen in den USA

Auf makroökonomischer Ebene sendet der US-Arbeitsmarkt widersprüchliche Signale. So wurden im Januar 130’000 neue Stellen geschaffen, während sich die Arbeitslosenquote auf 4,3% verringerte, was eine gewisse Resilienz belegt. Eine ganz andere Geschichte erzählen hingegen die Frühindikatoren: Die Zahl der geschaffenen Jobs wird nach unten revidiert, die Stellenangebote und geplanten Einstellungen gehen zurück und die Anträge auf Arbeitslosenhilfe steigen. Darüber hinaus bleibt das Verbrauchervertrauen geschwächt und die Einzelhandelsumsätze stagnieren.

Der Verbraucherpreisindex (CPI) bildete sich im Januar auf 2,4% gegenüber dem Vorjahr zurück. Zuvor waren es 2,7% und erwartet wurden 2,5%. Damit steigt der Handlungsspielraum der US-Notenbank Fed und die Hoffnung auf mehrere Zinssenkungen im laufenden Jahr bei den Anlegern.

Die Aussagen von Wirtschaftsberater Kevin Hassett über die bevorstehende Verschlechterung des Arbeitsmarktes haben den Abwärtsdruck auf US-Dollar und –Renditen verschärft und die Wahrscheinlichkeit einer schnelleren geldpolitischen Kehrtwende erhöht. Die Rendite der 10-jährigen und 2-jährigen US-Staatanleihen büssten am vergangenen Freitag über 10 Basispunkte ein.

In der Schweiz bestätigt die Inflation eine praktisch strukturelle Stabilität. Der Konsumentenpreisindex verringerte sich über einen Monat um 0,1% und stieg über ein Jahr um nur 0,1%. Die Mieten sind nach wie vor der wichtigste Preistreiber. Dennoch dürfte die Schweizerische Nationalbank an ihrem geldpolitischen Status quo festhalten.

Anhaltend fragile Dynamik in China

In Japan stützte der historische Wahlsieg der Regierungspartei LDP den Aktienmarkt und katapultierte die Rendite der 10-järhigen Staatsanleihen auf 2,29%, den höchsten Stand seit Januar.

In China bleibt die Dynamik fragil. Die Inflation ist moderat und die deflationären Produktionspreise belasten die Unternehmensmargen. Die Enthüllungen, wonach Peking die Banken dazu anhält, ihr Exposure gegenüber US-Staatsanleihen zu verringern, haben der Dollarschwäche eine zusätzliche geopolitische Dimension verliehen. Diese Woche bleiben die chinesischen Börsen aufgrund des neuen Mondjahres geschlossen.

Vor diesem Hintergrund schlossen die US-Börsen die vergangene Woche im Minus. Die Anleger reduzieren ihr Exposure gegenüber «möglichen Opfern» der künstlichen Intelligenz. Der S&P 500 verlor 1,39%, der Nasdaq 2,10%. Im Gegensatz dazu erwiesen sich die europäischen Börsen nach der Publikation solider Ergebnisse einiger Börsenschwergewichte resistenter. So schloss der Euro Stoxx 50 die Woche praktisch unverändert mit -0,22%, während der SMI um +0,72% zulegte.

 
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