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USD/CHF | EUR/CHF | SMI | EURO STOXX 50 | DAX 30 | CAC 40 | FTSE 100 | S&P 500 | NASDAQ | NIKKEI | MSCI Emerging Markets | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Letzter Stand | 0.80 | 0.92 | 13708.02 | 6187.63 | 24635.30 | 8350.87 | 10471.72 | 7431.46 | 25888.84 | 66020.04 | 939.86 |
% 5 Tage | -0.59 | 0.13 | 2.39 | 2.10 | -0.50 | 1.71 | 1.01 | 0.66 | 0.71 | -0.85 | -4.44 |
% YTD | 0.05 | -1.03 | 6.35 | 9.13 | 0.59 | 4.96 | 7.23 | 9.13 | 11.71 | 32.17 | 22.61 |
(Daten vom Freitag vor der Publikation)
Nach dem in der Vorwoche angekündigten Waffenstillstandsabkommen und trotz der vom Iran bekundeten Absicht, die Kontrolle über die Straße von Hormus zu behalten, haben die Märkte rasch ein Szenario einer schrittweisen Normalisierung der Ölexporte eingepreist, was zu einem weiteren Rückgang der Rohölpreise führte. Diese Entspannung auf dem Energiemarkt war der wichtigste Treiber für die Anleihemärkte. Tatsächlich wird ein anhaltender Rückgang des Ölpreises den Inflationsdruck in den kommenden Monaten dämpfen. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe (Treasury) gab somit auf 4,40 % nach, während die Rendite der deutschen Bundesanleihe wieder auf rund 2,87 % sank. Diese Entwicklung ging mit einer Aufwertung des Dollars einher, die durch die Aussicht auf eine restriktivere US-Geldpolitik gestützt wurde. Der PCE-Index, der von der Fed bevorzugte Inflationsmaßstab, stieg im Mai gegenüber dem Vorjahr um 4,1 % und entsprach damit den Erwartungen. Die Märkte gehen nun davon aus, dass der Rückgang der Energiepreise den Inflationsdruck in der zweiten Jahreshälfte schrittweise mindern wird.
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Während die verbesserten Aussichten für die Ölversorgung zu einem Rückgang der Staatsanleiherenditen beitrugen, zeigten sich die Anleger angesichts der hohen Bewertungen von Unternehmen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz selektiver. Mit Blick auf die bevorstehende Berichtssaison für das zweite Quartal scheinen sich die Märkte nun stärker an den Fundamentaldaten zu orientieren als an der Begeisterung rund um die KI. Der Aktienmarkt erlebte zudem eine Sektorrotation innerhalb des Technologiesektors, wodurch die besonders hohen Bewertungen der Technologie-Megacaps vorübergehend in Frage gestellt wurden.
In Europa verliefen die Entwicklungen moderater. Der deutsche IFO-Index stieg den zweiten Monat in Folge und bestätigte damit eine allmähliche Verbesserung des Geschäftsklimas in der größten Volkswirtschaft der Eurozone. Dieser Aufschwung bleibt jedoch fragil in einem Umfeld, in dem das Wachstum weiterhin schwach ist und die Unternehmen angesichts internationaler Unsicherheiten vorsichtig agieren. Defensive Werte am Schweizer Markt stießen in einem für Wachstumswerte unsichereren Umfeld wieder auf Interesse, wobei der Pharmasektor seine stabilisierende Rolle spielte.
In Asien richtete sich die Aufmerksamkeit vor allem auf Japan. Der Yen erreichte gegenüber dem Dollar kurzzeitig seinen tiefsten Stand seit fast vierzig Jahren, erholte sich jedoch wieder, nachdem Äußerungen eine mögliche koordinierte Intervention der japanischen und US-amerikanischen Behörden andeuteten. Diese anhaltende Schwäche der Währung verdeutlicht die geldpolitischen Unterschiede zwischen der Bank of Japan und der Federal Reserve.
In der kommenden Woche werden die ersten Wirtschaftsindikatoren für Juli sowie die jüngsten Erklärungen der Zentralbanken vor Beginn der Berichtssaison veröffentlicht. Anhand der Veröffentlichungen der ersten US-Unternehmen lässt sich überprüfen, ob die Gewinne die hohen Bewertungen im Technologiesektor weiterhin rechtfertigen.

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