Der Markt setzt auf eine Entspannung im Nahen Osten
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Der Markt setzt auf eine Entspannung im Nahen Osten

Flash boursier vom 01.06.2026

Das Wichtigste in Kürze

 

USD/CHF

EUR/CHF

SMI

EURO STOXX

50

DAX 30

CAC 40

FTSE 100

S&P 500

NASDAQ

NIKKEI

MSCI Emerging Markets

Letzter Stand

0.78

0.91

13'542.66

6'050.54

25'104.70

8'183.34

10'409.28

7'580.06

26'972.62

66'329.50

1'752.15

Trend

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2

%YTD

-1.46%

-2.18%

5.07%

6.69%

2.51%

2.66%

6.55%

11.25%

16.34%

32.79%

25.73%

(Daten vom Freitag vor der Publikation)

 

Die Finanzmärkte beendeten den Monat Mai positiv, getragen von der anhaltenden Begeisterung für künstliche Intelligenz und der wachsenden Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten.

Steht eine Verlängerung des Waffenstillstands bevor?

Der wichtigste Stützungsfaktor blieb die Erwartung einer Einigung zwischen Washington und Teheran. Obwohl die Verhandlungen von widersprüchlichen Erklärungen und militärischen Zwischenfällen geprägt waren, haben die Märkte die Signale der Öffnung zur Kenntnis genommen. Die Gespräche zwischen den beiden Ländern sollen zu einem Protokoll geführt haben, das eine Verlängerung des Waffenstillstands um 60 Tage sowie eine Wiederaufnahme der Verhandlungen über das iranische Atomprogramm vorsieht. Die Anleger haben die Annahme einer Normalisierung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus nach und nach eingepreist. Diese Aussicht trug zu einer weiteren Entspannung bei den Ölpreisen bei, wobei Brent im Wochenverlauf um rund 9 % nachgab. Trotz dieser Korrektur liegen die Kurse weiterhin deutlich über ihrem Niveau zu Jahresbeginn (+49 %), was daran erinnert, dass das Inflationsrisiko nicht verschwunden ist. Diese Entspannung auf dem Ölmarkt ermöglichte einen leichten Rückgang der Anleiherenditen. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe kehrte nach den Spannungen der letzten Wochen somit auf 4,46 % zurück. Die Anleger stellen sich weiterhin die Frage, ob die US-Wirtschaft in der Lage ist, eine dauerhaft über dem Ziel der Fed liegende Inflation zu verkraften, und die Wahrscheinlichkeit einer Anhebung der Leitzinsen bis zum Jahresende steigt.

 

Eine Konzentration im Technologiesektor birgt Risiken

Die in der vergangenen Woche veröffentlichten Wirtschaftsdaten bestätigen dieses Szenario einer wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit bei anhaltendem Inflationsdruck. Der PCE-Index, der wichtigste von der Federal Reserve beobachtete Inflationsindikator, stieg im April gegenüber dem Vorjahr um 3,8 %, gegenüber 3,5 % im Vormonat. Diese Beschleunigung ist hauptsächlich auf den im Frühjahr beobachteten Anstieg der Energiepreise zurückzuführen. Gleichzeitig lag das Verbrauchervertrauen in den USA leicht über den Erwartungen, was die robuste Binnennachfrage bestätigte. Vor diesem Hintergrund setzten die US-Aktienmärkte ihren Aufwärtstrend fort. Der S&P 500 und der Nasdaq 100 verzeichneten neue Rekordstände, die fast ausschließlich von Titeln aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz getragen wurden. Somit scheinen sich die Märkte zunehmend auf eine begrenzte Anzahl von Technologiewerten zu konzentrieren, was ihre Anfälligkeit für jegliche Enttäuschungen in diesem Bereich erhöht.

In Europa legten die Märkte ebenfalls zu, wenn auch moderater. Die Anleger sehen sich weiterhin mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum und weniger günstigen geldpolitischen Aussichten konfrontiert. Die EZB ist weiterhin besorgt über Inflationsrisiken, und eine weitere geldpolitische Straffung ist nicht ausgeschlossen. Diese Vorsicht hat das Aufwärtspotenzial europäischer Aktien trotz der verbesserten Energiesituation begrenzt.

Auf Wochenbasis legte der S&P 500 um 1,44 % und der Nasdaq um 2,39 % zu. In Europa gab der Euro Stoxx 50 um 1,33 % nach, während der SMI mit 0,29 % nahezu stabil blieb. Die Aufmerksamkeit der Anleger wird sich in dieser Woche vor allem auf die diplomatischen Entwicklungen zwischen den USA und dem Iran sowie auf die bevorstehenden US-Konjunkturdaten richten.

Jede Bestätigung einer schrittweisen Wiederöffnung der Straße von Hormus könnte die Entspannung am Ölmarkt verlängern und risikoreiche Anlagen stützen. Umgekehrt würde eine Wiederaufnahme der Feindseligkeiten die Inflationsängste sofort wieder schüren und die Anleihemärkte belasten..

 
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