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USD/CHF | EUR/CHF | SMI | EURO STOXX 50 | DAX 30 | CAC 40 | FTSE 100 | S&P 500 | NASDAQ | NIKKEI | MSCI Emerging Markets | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Letzter Stand | 0.81 | 0.93 | 13774.02 | 6293.13 | 24985.82 | 8421.14 | 10363.27 | 7500.58 | 26517.93 | 72353.96 | 983.58 |
% 5 Tage | 1.68 | 0.52 | 0.48 | 1.73 | 1.42 | 0.84 | -0.99 | 1.47 | 2.76 | 7.92 | 4.15 |
% YTD | 1.92 | -0.54 | 6.87 | 11.02 | 2.02 | 5.84 | 6.17 | 10.18 | 14.43 | 42.64 | 28.32 |
(Daten vom Freitag vor der Publikation)
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In den USA hielt die Federal Reserve ihren Leitzins erwartungsgemäss in einer Bandbreite von 3.50 %–3.75 % an. Die eigentliche Veränderung ergab sich aus der Rede ihres neuen Präsidenten, Kevin Warsh, der deutlich machte, dass die Priorität weiterhin auf einer nachhaltigen Rückkehr der Inflation zum Zielwert von 2 % liege, dabei jedoch jegliche detaillierte prospektive Ausrichtung ausschloss. Die neuen Prognosen zeigen nun, dass eine relative Mehrheit der FOMC-Mitglieder mindestens eine Zinserhöhung bis Ende Jahr in Betracht zieht, während der Konsens bisher eher akkommodierend war. Diese Kehrtwende führte zu einem Anstieg der kurzfristigen Renditen und einer Aufwertung des Dollars. Warsh kündigte zudem eine gründliche Überprüfung der Arbeitsweise der Fed an, insbesondere ihrer Kommunikation, ihrer Bilanz und ihres Rahmens zur Inflationsanalyse, und signalisierte damit den Willen, wieder eine zurückhaltendere und stärker auf ihr Mandat ausgerichtete Geldpolitik zu verfolgen.
Auch in Europa hielten die Zentralbanken nach der Zinserhöhung der EZB in der vergangenen Woche am Status quo fest. Die Inflation im Euroraum lag im Mai bei 3.2% im Jahresvergleich und entsprach damit den Erwartungen, während die Bank of England ihren Leitzins bei 3.75% belass und den jüngsten Rückgang der Energiepreise als positiven Faktor wertete. Die SNB liess ihren Leitzins unverändert bei 0 % und bekräftigte gleichzeitig ihre Wachsamkeit gegenüber einer allfälligen übermässigen Aufwertung des Frankens. Das SECO senkte zudem seine Wachstumsprognosen für 2026 aufgrund der Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem geopolitischen Umfeld leicht auf 0.9 %, behielt jedoch die Aussicht auf eine Erholung auf 1.6 % im Jahr 2027 bei.
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Die wichtigste Entwicklung der Woche kam jedoch von der geopolitischen Front. Die USA und der Iran unterzeichneten eine Absichtserklärung, die eine 60-tägige Verhandlungsphase im Hinblick auf ein nachhaltigeres Atomabkommen einleitet. Als Gegenleistung für die Zusage des Irans, seine Uranvorräte zu reduzieren, plant Washington eine schrittweise Aufhebung der Sanktionen. Das Inkrafttreten dieses Abkommens ermöglichte die Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in der Strasse von Ormuz. Diese Normalisierung führte unmittelbar zu einem Rückgang der Brent-Preise, die wieder unter 80 US-Dollar pro Barrel fielen, wodurch ein Teil der in den letzten Wochen aufgekommenen Inflationsängste zerstreut wurde.
An den Aktienmärkten ziehen Unternehmen aus dem Halbleiterbereich weiterhin den Grossteil der Investitionsströme an, getragen von den nach wie vor sehr günstigen Aussichten im Bereich der künstlichen Intelligenz.
Kurzfristig dürfte die anhaltende geopolitische Beruhigung es den Märkten ermöglichen, ihre Aufmerksamkeit wieder auf die wirtschaftlichen Fundamentaldaten zu richten. Die Anleger werden die Entwicklung der Inflationserwartungen nach dem Tonwechsel der Fed sowie die kommenden makroökonomischen Veröffentlichungen aus den USA im Auge behalten, um zu beurteilen, ob das Szenario einer erneuten Zinserhöhung an Glaubwürdigkeit gewinnt.

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