Anhaltende Nervosität an den Märkten
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Anhaltende Nervosität an den Märkten

Flash boursier vom 02.02.2026

Das Wichtigste in Kürze

 

USD/CHF

EUR/CHF

SMI

EURO STOXX

50

DAX 30

CAC 40

FTSE 100

S&P 500

NASDAQ

NIKKEI

MSCI Emerging Markets

Letzter Stand

0.76

0.91

13'147.93

5'891.95

24'309.46

8'071.36

10'171.76

6'969.01

23'685.12

53'375.60

1'554.78

Trend

2

2

2

2

2

2

3

3

3

1

1

%YTD

-3.60%

-1.77%

-0.90%

1.74%

-0.74%

-0.96%

2.42%

1.80%

1.91%

6.03%

10.71%

(Daten vom Freitag vor der Publikation)

 

An den Finanzmärkten herrscht anhaltende Nervosität. Die Anleger sehen sich mit einer Reihe widersprüchlicher Signale konfrontiert: Gemischte Unternehmensergebnisse, extreme Volatilität bei den Währungen und den Rohstoffen, ungewisse geldpolitische Richtung in den USA und wachsende politische Unsicherheit in Washington. Die Aussicht auf einen Wechsel an der Spitze der US-Notenbank Fed vermochte die Märkte etwas zu beruhigen, hat jedoch nichts an der fehlenden Visibilität geändert.

 

US-Dollar verliert massiv an Wert

In der vergangenen Woche stand der spektakuläre Wertverlust des US-Dollars im Fokus, der gegenüber 1 CHF auf bis zu USD 0,76 abgestürzt ist. Damit hat er praktisch einen 10-jährigen Tiefststand erreicht. Die Schwäche ist Ausdruck der erratischen Äusserungen der Regierung Trump, aber auch des schwindenden Vertrauens in die Stabilität der US-Institutionen. Es scheint so, als toleriere die Regierung einen schwächeren Dollar, wenn sie einen solchen nicht sogar anstrebt. Für die multinationalen US-Unternehmen ist eine schwache US-Währung ein wettbewerbspolitischer Vorteil. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch der Preisanstieg bei den Importen und ein stärkerer Teuerungsdruck.

Der Einbruch des Dollars hatte umgehende Folgen auf die Rohstoffpreise, die zu Beginn der Woche in die Höhe schossen. Der Goldpreis kletterte vorübergehend auf über USD 5’250/Unze, der Silberpreis auf über USD 115, während sich der Brent-Preis der Marke von USD 67 pro Barrel näherte. Auf diese Bewegungen folgte zum Ende der Woche jedoch eine markante Korrektur aufgrund von Gewinnmitnahmen und einer leichten Erholung des Dollars. Zu dieser Kehrtwende beigetragen hat auch die angekündigte Nominierung von Kevin Warsh als neuer Fed-Chef. Sein Profil wird von den Märkten als weniger akkommodierend als dasjenige der anderen Kandidaten eingeschätzt. Damit verringert sich die Erwartung aggressiver Zinssenkungen und einer massiven Abschwächung des Dollars.

An der geldpolitischen Front liess die US-Notenbank die Leitzinsen erwartungsgemäss unverändert. Damit ist die Zinssenkungsrunde nach drei aufeinanderfolgenden Senkungen abgeschlossen. Jerome Powell betonte die Robustheit der US-Wirtschaft, was für einen anhaltenden Status Quo im Frühjahr spricht. Allerdings liessen die Meinungsverschiedenheiten innerhalb des FOMC und die Aussicht auf einen Führungswechsel Spekulationen über Zinssenkungen später im Jahr, vor dem Hintergrund eines ambitionierten Konjunkturprogramms und möglicher Produktivitätsgewinne, aufkommen.

Stabileres politisches Klima in Frankreich

In Europa bleibt die Konjunktur anfällig. Deutschland kommt trotz der versprochenen hohen öffentlichen Investitionen nicht wirklich in Fahrt. In Frankreich sorgt die Beständigkeit der Regierung Lecornu für Zuversicht. Der Entwurf für den Haushaltsplan 2026 liegt nun dem Senat vor. Aufgrund des gestiegenen Vertrauens reduzierte sich die Zinsdifferenz zwischen Deutschland und Frankreich. Die aktuelle Stärke des Euro gegenüber dem Dollar könnte die EZB allerdings zu einer erneuten geldpolitischen Lockerung veranlassen.

Die Berichtssaison brachte positive und negative Überraschungen. Dies gilt insbesondere für den Technologiesektor. Die Debatte über die Rentabilität der massiven KI-Investitionen bleibt zentral. Während sich die Halbleiter- und Speichertitel kräftig erholten, wurden die Softwarehersteller hart sanktioniert.

Insgesamt ging die Woche mit gemischten Ergebnissen zu Ende. Während der S&P 500 um 0,34% zulegte, verlor der Nasdaq mit dem Druck auf die Technologiewerte 0,17%. Der Euro Stoxx 50 blieb mit -0,01% stabil, während der SMI um 0,31% zulegte.

 
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