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Analyse Januar 2018

Die elektrisierende Zukunft des Autos

 

 

Der Traum des Automobils der Zukunft wird Wirklichkeit. Es wird elektrisch betrieben, kommt ohne fossile Treibstoffe aus, verursacht weniger Umweltschäden und hat eine bessere Energieeffizienz. Es ist selbstfahrend und nutzt die modernsten Konnektivitätssysteme.

Die Automobilindustrie wird von der Entwicklung des Elektroautos und der Revolution des selbstfahrenden Autos in ihren Grundfesten erschüttert, obwohl ein Auto ohne menschlichen Lenker heute und morgen noch nicht möglich sein wird. Längerfristig werden das wirtschaftliche und urbane Panorama sowie die Einstellung jedes Einzelnen zur Mobilität jedoch einen grundlegenden Wandel erfahren. Das Ende des Verbrennungsmotors und dessen Ersatz durch ein saubereres Verfahren sind vorprogrammiert. Diese Anforderung steht im Rahmen der Bekämpfung des Klimawandels für eine bessere Luftqualität, eine geringere Lärmbelastung und das Energiemanagement.

Kohlenstofffreie Alternativen setzen sich jedoch nur langsam durch. Weltweit sind über eine Milliarde Fahrzeuge im Verkehr, die praktisch alle mit fossiler Energie betrieben werden. Elektroautos machen nur 1% der Gesamtverkäufe aus. Wichtige Kriterien für die Käufer sind die – nach wie vor hohen – Anschaffungspreise, die Reichweite, das Netz der Ladestationen sowie die Batterieladezeit. Eine Massenanwendung würde eine höhere Anzahl öffentlicher Ladestationen bedingen. So ziehen die europäischen Automobilhersteller die Bereitstellung eines umfassenden Netzwerks von Elektrotankstellen in Erwägung.

Die Automobilindustrie wird durch diese neue Antriebsart nicht in Frage gestellt. So beabsichtigt der führende europäische Automobilhersteller Volkswagen, die Anzahl von Elektroautos bis 2025 auf 3 Millionen zu erhöhen. Die Kosten für Lithium-Ionen-Batterien haben sich seit 2010 um das fünffache verringert, und die Selbstkosten für die Kilowattstunde liegen heute um die 200 Dollar.

Bei den Batterien der jüngsten Generation steht die Reduzierung von Platzbedarf und Gewicht im Fokus. Die Herausforderung besteht darin, die Kapazität der Batterien zu erhöhen, indem beispielsweise auf die in Mobiltelefonen verwendete Technologie zurückgegriffen wird. Weitere Aufgaben sind die Erhöhung der Sicherheit und die Lösung der Recycling-Probleme.

Die Revolution des selbstfahrenden Autos wird das Ökosystem radikal verändern

Ein Roboter, der über Analysefähigkeiten verfügt und ein Auto ohne Fahrer lenken kann, ist künftig eine glaubwürdige Perspektive. Bereits heute verfügen Autos über Fahrerassistenzsysteme wie Bremsassistent, Temporegler und Einparkhilfe. Um zu funktionieren, braucht ein selbstfahrendes Auto einen Computer, Sensoren sowie Radargeräte, um die Strasse, andere Fahrzeuge oder Hindernisse zu erkennen, und es muss über eine bessere Konnektivität (5G) verfügen. Ein Roboter-Fahrzeug soll vor allem eine bessere Verkehrsregelung, eine Reduzierung der Verkehrsunfälle und eine «Rentabilisierung» der Fahrzeit ermöglichen. Gemäss einer Prognose der Boston Consulting Group könnten in den nächsten zwanzig Jahren 12 Millionen autonome Fahrzeuge und 18 Millionen halbautonome Fahrzeuge verkauft werden, was einem Viertel des weltweiten Jahresumsatzes entspricht. Die erforderlichen Technologien (Kamera, GPS oder Sensoren) sind vorhanden, aber es müssen noch Fortschritte bei der Software und der Datenanalyse erzielt werden. Was ist, wenn die Strassen verschneit und die Fahrbahnmarkierungen nicht mehr sichtbar sind?

Die Bereitstellung von autonomen Fahrzeugen wird durch Hürden wie rechtliche Fragen und die Tatsache verzögert, dass die Öffentlichkeit 100-prozentige Sicherheit verlangt.

Die meisten grossen Automobilhersteller und Technologieunternehmen arbeiten an der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Toyota wird bis 2020 Elektroautos testen, welche Gesichtsausdrücke des Lenkers interpretieren können. Renault beabsichtigt, bis in 5 Jahren seine eigenen Modelle auf den Markt zu bringen. Andere Hersteller wie Ford und BMW kündigen die Markteinführung von Fahrzeugen ohne Lenkrad und Pedalen an. In den Städten Kaliforniens sind bereits Google Cars unterwegs. Die Zeit, die bis anhin für das Lenken des Fahrzeuges benötigt wurde, könnte somit in Zukunft in Freizeitaktivitäten oder Arbeit investiert werden.

Anlageideen

Von der Anlegerseite her betrachtet scheinen uns bestimmte Sektoren gut positioniert, um von der Dynamik des Elektroautos und des selbstfahrenden Autos zu profitieren. Der Übergang zum Elektromotor spricht für Metalle, die für die Batterien und die elektrische Infrastruktur verwendet werden. Nach dem Misstrauen, das durch das «Dieselgate» ausgelöst wurde, haben die traditionellen Autobauer ein neues Marketingargument gefunden. Da sie keine signifikanten Marktanteile verlieren möchten, sind sie bestrebt, auf einem Grossteil der Wertschöpfungskette präsent zu sein. Um dies zu erreichen, setzen sie auf zahlreiche Partnerschaften und Akquisitionen. Im Zentrum der Entwicklung stehen digitale Technologien. Die Autohersteller kaufen spezialisierte Technologieunternehmen in den Bereichen verbundene Systeme, Mikroprozessoren, Sensoren, Datenerhebung, Software usw.

Abb. 1 Produktlebenszyklus

Fig. 1. Structure de la demande de platine (% minimum et maximum observés sur la période 2012-2016).

 

Abb. 2 Herausforderungen des autonomen Fahrens

Fig. 2. Cours de l'or et du platine depuis 1987 (USD/once).

 

News der Bonhôte-Gruppe

Verstärkung für die Vermögensverwaltung

Am 1. Dezember 2017 hat Herr René Morgenthaler seine Stelle als Verantwortlicher für Vermögensverwaltungsmandate bei Bonhôte angetreten. Der erfahrene Anlagespezialist ist vom Vermögensverwaltungsgeschäft begeistert und verfügt über mehr als 30 Jahre Erfahrung. Er war zuvor als CIO bei einer prestigeträchtigen Bank in Genf tätig und besitzt umfassende Expertise in allen Anlageklassen sowie langjährige Erfahrung in der Führung von Teams.

Asymmetrisches Risikomanagement sichert Performance

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Bonhôte in den Medien

2017 war die Bank Bonhôte in zahlreichen Beiträgen und Artikeln der Westschweizer und Deutschschweizer Presse präsent. Eine Auswahl der wichtigsten Artikel finden Sie unter bonhote.ch/pressespiegel.

 

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