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19/02/2024

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Das Wichtigste in Kürze

 USD/CHFEUR/CHFSMIEURO STOXX 50DAX 30CAC 40FTSE 100S&P 500NASDAQNIKKEIMSCI Emerging Markets
Letzter Stand0.880.9511'310.614'765.6517'117.447'768.187'711.715'005.5715'775.6538'487.241'016.23
Trend
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
%YTD4.67%2.21%1.55%5.40%2.18%2.98%-0.28%4.94%5.09%15.01%-0.73%

(Daten vom Freitag vor der Publikation)

 

Märkte kratzen an ihren Rekordmarken

Im Umfeld der mit Spannung erwarteten Wirtschaftsdaten zur Inflation kratzten die Märkte in der vergangenen Woche erneut an ihren Rekordmarken.

In den USA fielen diese Daten jedoch enttäuschend aus. Mit 3,1% im Jahresvergleich lag der Verbraucherpreisindex über der symbolischen Marke von 3%, während erstmals seit März 2021 mit einem Wert unter dieser Schwelle, mit 2,9%, gerechnet worden war. Die Kerninflation, ohne volatile Komponenten, ging im Jahresvergleich auf 3,9% zurück, lag aber ebenfalls über den erwarteten 3,7%. Schlimmer noch, der Erzeugerpreisindex PPI stieg im Januar sogar auf 2% (erwartet wurden 1,6%), verglichen mit den revidierten 1,7% im Vormonat.

Der Trend bei der Inflation ist zwar rückläufig, aber er verlangsamt sich. Die US-Notenbank Fed hat regelmässig darauf hingewiesen, dass sie den Beginn der Zinssenkungen nicht überstürzen wird, wenn sie nicht sicher sein kann, dass die Inflation unter Kontrolle ist. Diese vorsichtige Rhetorik und die jüngsten Statistiken zwingen die Anleger dazu, ihre Einschätzungen hinsichtlich des Zeitpunktes der ersten Zinssenkung zu revidieren.

Die Einzelhandelsumsätze haben sich im Januar im Vergleich zum Dezember um 0,8% zurückgebildet, was belegt, dass sich der Konsum in den USA abschwächt. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind hingegen auf den niedrigsten Stand seit einem Monat zurückgefallen, was erneut die Robustheit des Arbeitsmarktes aufzeigt – für die US-Notenbank Fed nach wie vor das grösste Hindernis für eine Zinssenkung.

In Europa sieht es etwas anders aus: Dort bildete sich die Inflation von 2,9% (Dezember) auf 2,8% (Januar) zurück, wobei in der Schweiz sogar ein deutlicher Rückgang auf 1,3% resultierte (gegenüber 1,7% im Vormonat).

In diesem Umfeld haben die Anleihenzinsen nach Bekanntgabe der Zahlen kräftig angezogen. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen stieg von 4,17% zu Beginn der Woche auf 4,30%, diejenige der 2-jährigen Papiere auf 4,65%, den höchsten Stand seit 2 Monaten. Die Rendite 10-jähriger deutscher Bundesanleihen näherte sich der Marke von 2,40%. Den Anlegern blieb somit nur die Wahl, in Trübsal zu verfallen oder optimistisch zu bleiben. Unter dem Einfluss des Hypes um künstliche Intelligenz (KI) entschieden sie sich offensichtlich für die zweite Option. So verhalfen die Ergebnisse von Unternehmen, die mehr oder weniger mit KI zu tun haben, den Märkten zu einem Aufschwung.

Auch gute Unternehmensergebnisse auf beiden Seiten des Atlantiks stützten die Märkte. Allerdings muss festgestellt werden, dass jede Veröffentlichung, die unterhalb der Konsensschätzungen liegt, oder die geringste Enttäuschung über den Unternehmensausblick besteht, hart sanktioniert werden. In der vergangenen Woche büsste der S&P 500 0,32% ein, der Nasdaq 1,10%, während der Stoxx Europe 600 mit einem Plus von 0,85% schloss.

Als nächste Termine stehen diese Woche die letzten Unternehmenspublikationen an, mit Nvidia als Höhepunkt am Mittwoch. Dazu kommt am 29. Februar die Veröffentlichung der PCE-Kernrate, des Core PCE, dem von der US-Notenbank Fed bevorzugten Indikator für die Preisentwicklung.

 

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