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24/09/2018

Flash boursier

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24/09/2018

Das Wichtigste in Kürze

 USD/CHFEUR/CHFSMIEURO STOXX 50DAX 30CAC 40FTSE 100S&P 500NASDAQNIKKEIMSCI Emerging MArkets
Letzter Stand0.961.138'995.383'430.8112'430.885'494.177'490.232'929.677'986.9623'869.931'051.43
Trend
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
%YTD-1.60%-3.77%-4.12%-2.09%-3.77%3.42%-2.57%9.58%15.70%4.85%-9.24%

Haupttrends :

1. Gute Wirtschaftszahlen in den USA

2. US-Strafzölle von 10% auf chinesischen Produkten treten in Kraft

Selbstgefällige Stimmung

Die Börsen haben die Anzeichen einer weiteren Eskalation im Handelsstreit ignoriert und insgesamt einen positiven Parcours vorgelegt. An den Schwellenländermärkten hat sich die Stimmung aufgehellt. Der Handelskrieg scheint in den Kursen integriert zu sein, sodass nur Nachrichten, die eine Verschlechterung der Lage ankündigen, einen negativen Einfluss ausüben.

In den USA kletterten die Indizes Dow Jones und S&P500, angeführt von den Industrie- und Finanzwerten, auf historische Höchstmarken. Diese Kursgewinne wurden durch eine Verbesserung der Wirtschaftszahlen unterstützt. So sank die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 201‘000, dem niedrigsten Niveau seit 1969. Die regionalen Umfragen zur Geschäftstätigkeit der Fed von New York und Philadelphia befinden sich im Aufschwung und der Index der vorlaufenden Indikatoren unterstützt mit einem Anstieg von 0,4% ein amerikanisches BIP-Wachstum in der Grössenordnung von 3%.

Heute Montag sind die US-Strafzölle von 10% auf importierten, chinesischen Waren im Umfang von USD 200 Mrd. in Kraft getreten. Für das Wachstum der chinesischen Wirtschaft sind die potenziellen Auswirkungen dieser Zölle mit einem geschätzten Negativeffekt von -0,5% auf das BIP alles andere als vernachlässigbar. China wird umgehend auf diese Massnahmen reagieren und US-Importe in der Höhe von USD 60 Mrd. mit Zöllen belegen. Es ist offensichtlich, dass dem Land angesichts des gigantischen Handelsüberschusses mit den USA diese Art von Munition rasch ausgehen wird. China hat die angekündigten Gespräche, die demnächst hätten stattfinden sollen, annulliert und auf die Zeit nach den Zwischenwahlen vertagt. Es hofft höchstwahrscheinlich darauf, dass Donald Trump nach dem Verlust der Mehrheit in einer der beiden Kammern politisch angeschlagen aus diesen Wahlen hervorgehen wird. Infolgedessen ist die Hoffnung auf eine baldige Beruhigung des Konflikts gering.

In der Schweiz hat die SNB am vergangenen Donnerstag nicht unerwartet wiederholt, dass der Schweizer Franken überbewertet sei (EUR/CHF 1.126) und hat ihre Inflationsprognosen gesenkt. Die Schweizer Wirtschaft bleibt robust. Mit einer Anhebung der Zinsen wird nicht vor Anfang 2020 gerechnet.

Das Hauptereignis in der kommenden Woche ist die Fed-Sitzung am Mittwoch. Die Währungshüterin wird zweifellos eine weitgehend antizipierte Zinserhöhung von 25 Basispunkten auf 2 bis 2,25% vornehmen. Im Zentrum der Aufmerksamkeit dürfte die Rede von Fed-Chef J. Powell im Rahmen der anschliessenden Pressekonferenz stehen. Die Anleger werden auf eine mögliche Veränderung der BIP-Prognosen und der Höhe der längerfristig angestrebten Fed Funds reagieren.

ADECCO (ISIN: CH0012138605, Kurs: CHF 52.86)

Die Gruppe hat über den Geschäftsverlauf im dritten Quartal berichtet. Obwohl Adecco im ersten Halbjahr angekündigt hatte, mit einem besseren zweiten Halbjahr zu rechnen, sieht es gemäss den ersten Zahlen nicht danach aus. Das Wachstum verzeichnete im August eine Einbusse von 4% auf 2% und die Aussichten für den Monat September sind nicht besser, was ausreichte, um den Markt zu enttäuschen.

Adecco ist bestrebt, die Geschäftstätigkeit der Gruppe zu «digitalisieren» und gleichzeitig Modelle zu entwickeln, die auf die grossen Trends des Sektors setzen (Schaffung von Ausbildungsgängen, um die verfügbaren Kompetenzen an die Marktnachfrage anzupassen und Aufteilung der Kompetenzen in Form von «Time Sharing» zwischen verschiedenen Arbeitgebern).

Adecco entwickelt ebenfalls eine Plattform, um Selbständigerwerbende in Frankreich mit Grosskonzernen zusammenzubringen, die auf der Suche nach Kompetenzen sind. Auf dieser Plattform wird den «Freelancern» eine ganze Palette von Dienstleistungen zur Verfügung gestellt, von Buchhaltung über Rechtsdienstleistungen bis hin zu gesicherten Zahlungen und dem Abschluss von Versicherungen (neues Geschäftsmodell).

Obwohl eine vorübergehende kleine Abschwächung festzustellen ist, bleibt der Titel auf der Liste unserer Anlagevorschläge. Mit einem P/E 2019 von 9,5 ist Adecco äusserst vernünftig bewertet. Die Dividende von 4,9% unterstützt den Kurs, und die von der Gesellschaft eingeleiteten Initiativen, um die Margen zu verbessern und das Wachstum zu dynamisieren, überzeugen uns vollständig.

Aston Martin

Der Hersteller des Sportwagens Aston Martin, dem Kultauto von Geheimagent James Bond, erhofft sich für seinen Börsengang Anfang Oktober eine Bewertung in der Grössenordnung von 4 bis 5 Milliarden Pfund Sterling. Das vor 105 Jahren gegründete Unternehmen setzt in einem Automobilmarkt, der zurzeit durch die drohenden Zölle unter Druck steht, auf die Luxuskarte. Der Börsengang soll das Kapital für die Finanzierung des künftigen Investitionsprogramms in die Kassen spülen.

Die Preisspanne liegt zwischen 17.5 und 22.5 Pfund pro Aktie (22-28 CHF), woraus sich eine Bewertung der Gruppe zwischen 4 und 5 Milliarden Pfund ergibt (5 bis 6,3 Mrd. CHF). Der Einführungspreis wird am 3. Oktober bekanntgegeben. Die Gruppe beabsichtigt, 25% ihres Kapitals durch den Verkauf des Anteils der Haupteigner zu platzieren. Zu diesen gehören der italienische Fonds Investindustrial (38%) sowie die kuwaitischen Investoren Adeem, Asmar und Primewagon (insgesamt 57% des Kapitals). Die Daimler AG, die 4,9% des Kapitals hält, wird ihren Anteil behalten.

Nach einer von Konkursen gezeichneten Geschichte ist es Aston Martin gelungen, wieder Gewinne zu generieren. 2017 wurden 5000 Fahrzeuge verkauft, was einem Anstieg von 58% gegenüber 2016 entspricht. Das ambitiöse Entwicklungsprogramm umfasst eine neue Generation der Modelle Vantage und DBS und eine SUV-Reihe.

Unsere Empfehlung: Aston Martin möchte in Bezug auf die Bewertungskennzahlen in der gleichen Liga wie Ferrari spielen. Aber die Marke ist nicht gleich stark. Sie hat geringere Margen und die Nachfrage ist weniger robust. Dennoch wird der Luxus-Touch zweifellos zahlreiche Anleger anlocken.

 

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