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USD/CHF | EUR/CHF | SMI | EURO STOXX 50 | DAX 30 | CAC 40 | FTSE 100 | S&P 500 | NASDAQ | NIKKEI | MSCI Emerging Markets | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Letzter Stand | 0.81 | 0.93 | 14544.91 | 6523.86 | 26319.45 | 8714.93 | 10901.09 | 7757.64 | 26690.62 | 65606.71 | 916.18 |
% 5 Tage | -0.20 | 0.20 | 1.39 | 2.67 | 2.69 | 2.42 | 0.54 | 3.59 | 5.19 | 1.93 | -0.43 |
% YTD | 1.98 | 0.39 | 12.85 | 15.35 | 7.47 | 9.72 | 12.08 | 14.07 | 15.22 | 31.44 | 19.52 |
(Daten vom Freitag vor der Publikation)
In den USA kam das wichtigste Signal vom Arbeitsmarkt. Die Beschäftigungszahlen im Juli fielen negativ aus: Die Zahl der Arbeitsplätze ausserhalb der Landwirtschaft ging um 23.000 zurück, während die Marktteilnehmer einen Zuwachs in der Grössenordnung von 80.000 erwartet hatten. Die Arbeitslosenquote blieb dennoch bei 4,1 % stabil, während die Korrekturen für die beiden Vormonate ebenfalls negativ ausfielen. Das Signal deutet daher weniger auf einen abrupten Einbruch als vielmehr auf eine nun deutlicher spürbare Abkühlung Arbeitsmarktes hin. Diese Veröffentlichung verstärkte sofort die Erwartungen an eine weniger restriktive Fed, was gleichzeitig Aktien, Anleihen und Wachstumswerte stützte. Die weiteren im Laufe der Woche veröffentlichten Indikatoren bestätigen eine nach wie vor widerstandsfähige US-Wirtschaft. Die wöchentlichen Arbeitslosenanträge blieben mit 199’000 niedrig, gegenüber den erwarteten 202’000, während die Produktivität im nichtlandwirtschaftlichen Sektor im zweiten Quartal um 1,4 % stieg und damit deutlich über den erwarteten 0,6 % lag. Die Lohnstückkosten stiegen nur um 1,3 %, gegenüber den erwarteten 2,1 %. Der ISM-Index für den Dienstleistungssektor lag im Juli bei 54,1 und damit leicht unter den Erwartungen, aber immer noch deutlich im Expansionsbereich. Die makroökonomische Botschaft ist daher differenziert: Die Konjunktur bleibt solide und die Produktivitätsgewinne hoch, doch der Arbeitsmarkt verliert an Schwung. Diese Kombination wirkte sich besonders positiv auf US-Aktien aus. Der S&P 500 legte im Wochenverlauf um rund 3,6 % zu und der Nasdaq um mehr als 5 %, getragen von Technologiewerten und den Ergebnissen von Unternehmen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz. Der Rückgang der Anleiherenditen im Anschluss an den Arbeitsmarktbericht hat gleichzeitig den Druck der Zinsen auf die Bewertungen verringert. Das Szenario „bad news is good news“ bleibt jedoch fragil: Eine zu schnelle Verschlechterung der Beschäftigungslage würde letztendlich die Gewinnaussichten in Frage stellen.
In Europa waren die deutschen Industrieaufträge das wichtigste positive Signal. Sie stiegen im Juni um 3,1 % nach +0,3 % im Mai, wobei besonders starke Zuwächse bei Maschinen und Ausrüstungen (+12,7 %), IT-, Elektronik- und Optikprodukten (+22,7 %) sowie im Automobilsektor (+3,8 %) zu verzeichnen waren. Ohne Sonderaufträge gingen die Aufträge jedoch im Monatsvergleich um 0,5 % zurück und blieben im zweiten Quartal stabil. Die Erholung der europäischen Industrie ist real, aber noch fragil. In der Schweiz wird der Markt weiterhin durch die defensive Qualität der Large-Caps gestützt, doch die schwache Weltkonjunktur schränkt das Potenzial der zyklischen Werte ein.
Die kommende Woche wird daher von der US-Inflation, den Erzeugerpreisen und den Einzelhandelsumsätzen geprägt sein. Die Kombination aus einer Abkühlung am Arbeitsmarkt und möglicherweise anhaltenden Preisdruck wird darüber entscheiden, ob der Markt seine Rallye fortsetzen kann oder ob die Fed einen restriktiveren Kurs beibehalten muss.

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