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USD/CHF | EUR/CHF | SMI | EURO STOXX 50 | DAX 30 | CAC 40 | FTSE 100 | S&P 500 | NASDAQ | NIKKEI | MSCI Emerging Markets | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Letzter Stand | 0.80 | 0.94 | 14456.98 | 6462.22 | 26136.56 | 8484.43 | 10816.56 | 7674.37 | 26180.46 | 66016.36 | 952.19 |
% 5 Tage | -1.25 | -0.42 | 0.46 | -1.18 | -1.15 | -1.76 | 0.67 | -1.39 | -2.02 | -3.93 | 1.24 |
% YTD | 1.02 | 0.45 | 12.17 | 14.26 | 6.72 | 6.82 | 11.62 | 12.93 | 13.07 | 32.26 | 24.22 |
(Daten vom Freitag vor der Publikation)
In den USA gaben die Aktienmärkte deutlich nach.
Technologiewerte wurden durch den Anstieg der Langfristzinsen besonders stark unter Druck gesetzt. Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe erreichte mit 5,34 % ihren höchsten Stand seit 2007, während die Rendite der 10-jährigen Anleihe bei rund
4,70 % lag.
Das Problem der US-Staatsverschuldung wird damit zu einem eigenständigen Risiko für die Märkte. Die Staatsverschuldung hat die Schwelle von 40’000 Milliarden US-Dollar überschritten, während die Zinslast mittlerweile 1’000 Milliarden US-Dollar pro Jahr übersteigt. Der hohe Finanzierungsbedarf des Finanzministeriums übt einen zunehmenden Druck auf die langen Laufzeiten aus.
Die Konjunkturindikatoren bestätigten jedoch die Solidität der US-Wirtschaft. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung ging auf 206’000 zurück, gegenüber 212’000 in der Vorwoche. Der S&P Global Composite Flash-PMI erreichte im August seinen höchsten Stand seit April 2022, getragen von der Beschleunigung im Dienstleistungssektor. Die Konjunktur bleibt somit robust, was die Argumente für eine rasche geldpolitische Lockerung vorerst schwächt.
Angesichts dieser Spannungen kündigte das US-Finanzministerium an, seine Rückkäufe von langlaufenden Anleihen auf bis zu
4 Milliarden USD pro Transaktion zu verdoppeln. Die Massnahme führte zu einer vorübergehenden Entspannung bei den Renditen, die sich jedoch schnell wieder umkehrte: Die Rendite der 30-jährigen Anleihe lag zum Wochenausklang wieder bei rund 5,25 %. Das im Vergleich zur Grösse des Treasuries-Marktes begrenzte Ausmass der Rückkäufe reicht nicht aus, um das strukturelle Ungleichgewicht zwischen Finanzierungsbedarf und Nachfrage nach Anleihen zu beheben.
In Europa lastete der Anstieg der US-Renditen und des Ölpreises ebenfalls auf den Märkten. Die Rendite der 10-jährigen deutschen Bundesanleihe erreichte mit 3,26 % ihren höchsten Stand seit 15 Jahren. Der Zinsanstieg stellt jedoch ein Risiko dar, das weniger direkt mit den europäischen Fundamentaldaten zusammenhängt als vielmehr mit den Spannungen auf dem US-Markt. Die Konjunkturindikatoren sind tendenziell besser ausgerichtet. Der Composite-PMI der Eurozone stieg im August von 52,0 auf 52,1 und erreichte damit seinen höchsten Stand seit November. Die Verbesserung ist vor allem auf das verarbeitende Gewerbe zurückzuführen, während der Dienstleistungssektor weiterhin moderater wächst. Auch die Auftragseingänge und die Exporte haben sich erholt, während der Preisdruck nachgelassen hat. S&P Global geht nun davon aus, dass die Eurozone im dritten Quartal ein BIP-Wachstum von etwa 0,3 % verzeichnen kann. Diese Konjunkturbelebung stützt die europäischen Märkte, doch der Anstieg der Ölpreise und der weltweiten Renditen schränkt das Potenzial für eine Aufwertung der Bewertungskennzahlen ein.
In dieser Woche richtet sich das Augenmerk auf die Ergebnisse von Nvidia und vor allem auf das Jackson-Hole-Symposium, das am Donnerstag beginnt. Die Anleger werden versuchen einzuschätzen, ob die Resilienz der US-Wirtschaft es der Fed ermöglicht, an ihrer restriktiven Geldpolitik festzuhalten, oder ob die Anzeichen einer Abkühlung am Arbeitsmarkt eine Lockerung rechtfertigen könnten.

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