Die Märkte schwanken zwischen KI und Inflationsängsten
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Die Märkte schwanken zwischen KI und Inflationsängsten

Flash boursier vom 18.05.2026

Das Wichtigste in Kürze

 

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MSCI Emerging Markets

Letzter Stand

0.79

0.91

13'220.17

5'827.76

23'950.57

7'952.55

10'195.37

7'408.50

26'225.14

61'409.29

1'668.17

Trend

3

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3

2

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1

1

1

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%YTD

-0.78%

-1.79%

-0.36%

0.63%

-2.20%

-2.42%

2.66%

8.22%

12.84%

21.99%

18.78%

(Daten vom Freitag vor der Publikation)

 

Die Märkte waren hin- und hergerissen zwischen der anhaltenden Begeisterung für künstliche Intelligenz und den wiederauflebenden Inflationsängsten, die durch geopolitische Spannungen angeheizt wurden. Zwar wurde die Wall Street weiterhin von KI-bezogenen Technologiewerten getragen, doch verschlechterte sich die Dynamik zum Wochenende hin deutlich, bedingt durch stärker als erwartet ausgefallene US-Inflationsdaten und einen erneuten Anstieg der Energiepreise.

Ein chinesisch-amerikanisches Gipfeltreffen ohne konkrete Ergebnisse

Auf geopolitischer Ebene gab es trotz des mit Spannung erwarteten Treffens zwischen Donald Trump und Xi Jinping in Peking keine konkreten Fortschritte hinsichtlich der Lage im Nahen Osten. Die Anleger hatten gehofft, dass Peking seinen diplomatischen Einfluss nutzen würde, um ein dauerhaftes Waffenstillstandsabkommen zu fördern, doch die Gespräche endeten mit Grundsatzerklärungen ohne unmittelbare Auswirkungen vor Ort. Die USA haben zudem den jüngsten iranischen Gegenvorschlag abgelehnt, was das Risiko einer anhaltenden Störung der weltweiten Energieversorgung aufrechterhält.

Vor diesem Hintergrund sind die Ölpreise stark gestiegen. Der Brent-Preis näherte sich 110 USD pro Barrel, während der WTI-Preis die 100-USD-Marke überschritt. Diese Spannungen im Energiesektor schüren weiterhin Inflationserwartungen und belasten die Anleihemärkte. Die Renditen von Staatsanleihen sind deutlich gestiegen, wobei der Zinssatz für 10-jährige US-Anleihen 4,5 % überschritten hat.

Der Markt bevorzugt jedoch weiterhin Unternehmen, die in der Lage sind, ein vom Konjunkturzyklus unabhängiges strukturelles Wachstum zu generieren. Die veröffentlichten Ergebnisse im Halbleiter- und Speicherbereich haben diese Dynamik weiter verstärkt. Der S&P 500 und der Nasdaq 100 erreichten im Wochenverlauf neue Rekordstände.

US-Inflation deutlich stärker als erwartet

In den Vereinigten Staaten haben die in dieser Woche veröffentlichten Inflationszahlen die Sorgen der Anleger verstärkt. Der Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Jahresvergleich auf 3,8 %, gegenüber den erwarteten 3,7 %, was insbesondere auf einen Anstieg der Energiepreise um fast 18 % zurückzuführen ist. Noch besorgniserregender für die Fed ist, dass auch die Kerninflation mit 2,8 % überraschend hoch ausfiel – ein Zeichen dafür, dass die Preisdruck nun über den reinen Ölpreisschock hinausgeht.

Der Markt beginnt somit, die Hypothese einer erneuten geldpolitischen Straffung ernsthafter einzupreisen. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinserhöhung bis zum Jahresende liegt nach den neuesten Statistiken nun bei rund 50 %. Sollte es nicht zu einer sofortigen Anhebung kommen, erscheint das Szenario eines anhaltenden Status quo immer glaubwürdiger. Diese Aussicht löste am Wochenende Gewinnmitnahmen bei Technologiewerten aus, trotz der allgemeinen Widerstandsfähigkeit der US-Indizes.

In Europa bleiben die makroökonomischen Signale gemischt. In Deutschland hat sich der ZEW-Index für die Investorenstimmung stärker als erwartet verbessert, was auf eine allmähliche Stabilisierung des Wirtschaftsklimas hindeutet. Demgegenüber enttäuscht die Industrieproduktion in der Eurozone weiterhin und bestätigt die Fragilität des Aufschwungs. In der Schweiz stiegen die Erzeugerpreise schneller als erwartet.

Insgesamt werden die Märkte weiterhin durch das strukturelle Thema der KI gestützt, doch die Kombination aus hohen Ölpreisen, anhaltender Inflation und dauerhaft hohen Zinsen schwächt die Märkte weiterhin. An den US-Märkten herrschte Stabilität, der S&P 500 beendete die Woche mit +0,13 % und der Nasdaq mit -0,08 %, während die Bilanz in Europa gemischter ausfiel: Der Euro Stoxx 50 schloss mit einem Minus von 1,42 % und der SMI mit einem Plus von 0,65 %.

 
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