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USD/CHF | EUR/CHF | SMI | EURO STOXX 50 | DAX 30 | CAC 40 | FTSE 100 | S&P 500 | NASDAQ | NIKKEI | MSCI Emerging Markets | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Letzter Stand | 0.78 | 0.92 | 13'147.13 | 5'948.20 | 24'900.71 | 8'143.05 | 10'143.44 | 6'915.61 | 23'501.24 | 53'846.87 | 1'501.11 |
Trend | 2 | 3 | 2 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 3 | 1 | 1 |
%YTD | -1.60% | -0.89% | -0.91% | 2.71% | 1.68% | -0.08% | 2.14% | 1.02% | 1.12% | 6.97% | 6.89% |
(Daten vom Freitag vor der Publikation)
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Die US-Märkte standen unter der dreifachen Belastung durch Politik, Anleihenmärkte und Geldpolitik. So stieg die Rendite 10-jähriger Staatsanleihen bis auf 4,30% an. Diese Anspannung ist weniger auf einen unmittelbar drohenden Anstieg der Inflation als auf die wachsenden Zweifel an der Vorhersehbarkeit der Politik vor dem Hintergrund der in Frage gestellten Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed zurückzuführen. Auf makroökonomischer Ebene belegen die publizierten Daten eine nach wie vor robuste Wirtschaft. Die an der PCE-Kernrate gemessene Inflation bildete sich aufs Jahr gerechnet leicht (-0,1%) auf 2,7% zurück, liegt aber nach wie vor über dem Zielwert von 2%, während das reale BIP für das dritte Quartal auf +4,4% nach oben revidiert wurde. Aufgrund dieser Zahlen rechnen die Märkte vor Juni, unter einer neu zusammengestellten Fed, nicht mit einer Zinssenkung.
Die europäischen Märkte waren dem geopolitischen Schock am stärksten ausgesetzt. Die Androhung von Strafzöllen gegen acht europäische Länder, die sich gegen die Annexion Grönlands aussprachen, löste zu Beginn der vergangenen Woche eine deutliche Korrektur aus. Die stark vom transatlantischen Handel abhängigen Sektoren Luxusgüter und Automobile blieben hinter der Marktentwicklung zurück, während der Rüstungssektor mit Blick auf steigende Militärausgaben eine Outperformance verzeichnete. Die Kehrtwende des US-Präsidenten am WEF in Davos, der eine militärische Intervention ausschloss und den Rahmen für ein künftiges Grönland-Abkommen ankündigte, liess die Kurse dann zum Wochenende wieder ansteigen. Ungeachtet dieser Erholung bleibt ein strukturelleres Phänomen bestehen. Es zeigt sich darin, dass der Markt aufgrund der instabilen handelspolitischen und diplomatischen Spielregeln beginnt, eine dauerhafte politische Risikoprämie einzupreisen. Auf makroökonomischer Ebene lag die Inflation in der Eurozone mit 1,9% unter der Zielmarke der EZB. In Deutschland sprang der ZEW-Index auf 59,5 Punkte, den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren. Unterstützt wurde er durch das Konjunkturprogramm für das verarbeitende Gewerbe.
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In Japan stand die Bank of Japan (BoJ) im Fokus. Diese sieht sich mit einem zunehmend schwierigen Umfeld konfrontiert. Die BoJ beliess ihren Leitzins erwartungsgemäss unverändert bei 0,75%. Gleichzeitig hob sie ihre Inflations- und Wachstumsprognosen an und hielt sich die Möglichkeit allfälliger Zinserhöhungen im weiteren Verlauf des Jahres offen. In einem Umfeld, das bereits von einer sehr hohen öffentlichen Verschuldung geprägt ist, verharrt die Inflation bei rund 3%, weit über dem langfristigen Zielwert. Die Kombination einer dauerhaft über dem Zielwert liegenden Inflation, einer schrittweisen Normalisierung der Geldpolitik und dem Versuch der neuen Regierung, die Konjunktur anzukurbeln, lässt die Besorgnis über die Tragfähigkeit der japanischen Staatsverschuldung nicht abklingen. An den Märkten kam es in der Folge zu einem Anstieg der Volatilität bei den Staatsanleihen.
Letztlich verlor der S&P 500 im Wochenverlauf nur 0,42%, der Nasdaq 0,12%. In Europa büsste der Euro STOXX 50 1,35% ein, der SMI 1,99%. In dieser Woche werden der Zinsentscheid der US-Notenbank Fed, die Fahrt aufnehmende Berichtssaison und nicht zuletzt die mögliche Ankündigung eines Nachfolgers von Jerome Powell im Fokus stehen.

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