Entkoppelung zwischen den USA und Europa
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Entkoppelung zwischen den USA und Europa

Flash boursier vom 27.04.2026

Das Wichtigste in Kürze

 

USD/CHF

EUR/CHF

SMI

EURO STOXX

50

DAX 30

CAC 40

FTSE 100

S&P 500

NASDAQ

NIKKEI

MSCI Emerging Markets

Letzter Stand

0.78

0.92

13'169.70

5'883.48

24'128.98

8'157.82

10'379.08

7'165.08

24'836.60

59'716.18

1'610.00

Trend

3

3

3

1

1

3

3

1

1

1

1

%YTD

-1.00%

-1.22%

-0.74%

1.59%

-1.48%

0.10%

4.51%

4.67%

6.86%

18.63%

14.64%

(Daten vom Freitag vor der Publikation)

 

Die vergangene Woche war von einem ausgeprägten Paradoxon geprägt: Einerseits verschärfte sich das geopolitische Risiko im Nahen Osten, andererseits zeigten sich die US-Aktienmärkte resistent und verzeichneten zum Teil sogar eine Outperformance. Die anhaltende Blockierung der Strasse von Hormus in Verbindung mit den sprunghaften Verhandlungen zwischen Washington und Teheran löste einen erneuten Energiepreisschub aus, ohne dass es jedoch zu einer nachhaltigen Korrektur der risikobehafteten Anlagen kam. Die Sorte Brent verteuerte sich im Laufe der Woche um rund 10% auf USD 104.75. Die US-Ölexporte stiegen auf ein Rekordniveau an und vermochten das Versorgungsdefizit zum Teil zu kompensieren. Die anhaltend hohen Preise stellen dennoch ein greifbares Inflationsrisiko dar, insbesondere für Europa, das strukturell auf Energieimporte angewiesen ist.

USA: TINA-Prinzip für KI

Die Reaktion an den Aktienmärkten entspricht nach wie vor nicht den Erwartungen. Nach der Konsolidierung zu Beginn der Woche fand die Wall Street rasch wieder zu einer Aufwärtsdynamik zurück. Der S&P 500 und der Nasdaq verzeichneten neue Höchststände, getragen vom anhaltenden Superzyklus der Investitionen in die künstliche Intelligenz, der die Medienlandschaft erneut dominiert. Der Halbleiter-Index verzeichnet eine historische Serie von Zuwächsen und illustriert damit die ausserordentlich hohe Konzentration der Performance von KI-basierten Werten. Diese Entwicklung bestätigt die Rückkehr des TINA-Prinzips (There Is No Alternative). Auf die direkt auf KI basierenden Segmente (Halbleiter, Energieinfrastrukturen, Rechenzentren) entfallen die meisten nach oben gerichteten Revisionen. Die veröffentlichten makroökonomischen Daten standen diese Woche im Hintergrund. Die Flash-PMI belegten eine insgesamt robuste Konjunktur ohne grössere Veränderungen. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stand die US-Geldpolitik, allen voran die Anhörung von Kevin Warsh für den Vorsitz der Fed, die von politischen Spannungen geprägt war und am Freitag zur Einstellung der Anklage des Justizministeriums gegen Jerome Powell führtel.

Die europäische Energieversorgung – ein wiederkehrendes Problem

Im Gegensatz dazu scheint Europa an zwei Fronten benachteiligt zu sein. Einerseits verstärkt seine Energieabhängigkeit die Auswirkungen des Ölpreisschocks. Andererseits beschränkt sein begrenztes Exposure gegenüber führenden Technologiekonzernen seine Fähigkeit, von den KI-bezogenen Kapitalflüssen zu profitieren. Der Stoxx Europe 600 hat Mühe, seine Jahreshochs zu übertreffen, während die US-Indizes an der relativen Performance gemessen wieder die Oberhand gewinnen. Die in verschiedenen Bereichen positiv verlaufende Berichtssaison (Luxusgüter, Basiskonsumgüter in der Schweiz und in Frankreich) reicht nicht aus, um diese Dynamik umzukehren. In der Schweiz wurde der SMI durch die Veröffentlichungen defensiver Konzerne wie Nestlé und Roche gestützt, ohne jedoch eine signifikante Neubewertung auszulösen. Der Markt bleibt von exogenen Faktoren abhängig, insbesondere von der Entwicklung der Energiepreise und des Schweizer Frankens.

Die vergangene Woche stand im Zeichen der Entkoppelung der amerikanischen und europäischen Börsen. Der S&P 500 und der Nasdaq legten um 0,55% bzw. 1,50% zu, während der Euro Stoxx 50 2,88% und der SMI 1,91% einbüssten. In dieser Woche werden erneut die Entwicklung rund um die Strasse von Hormus sowie der weitere Verlauf der Berichtssaison im Fokus stehen (nahezu 40% der S&P-500-Unternehmen werden ihre Ergebnisse publizieren). Die Fed-Sitzung vom 28. - 29. April, die letzte unter Jerome Powell, wird angesichts des erneut zunehmenden Inflationsdrucks im Energiesektor ebenfalls im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen.

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