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USD/CHF | EUR/CHF | SMI | EURO STOXX 50 | DAX 30 | CAC 40 | FTSE 100 | S&P 500 | NASDAQ | NIKKEI | MSCI Emerging Markets | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Letzter Stand | 0.81 | 0.94 | 14390.67 | 6539.59 | 26440.31 | 8636.80 | 10750.11 | 7785.76 | 26729.16 | 68713.80 | 940.53 |
% 5 Tage | 0.10 | 0.48 | -1.06 | 0.24 | 0.46 | -0.90 | -1.07 | 0.39 | 0.16 | 4.74 | 2.66 |
% YTD | 2.27 | 0.97 | 11.65 | 15.63 | 7.96 | 8.74 | 10.88 | 14.52 | 15.40 | 37.67 | 22.70 |
(Daten vom Freitag vor der Publikation)
In den USA haben die Juli-Statistiken das Szenario einer sich normalisierenden Inflation insgesamt untermauert. Der Verbraucherpreisindex stieg im Monatsvergleich um 0,1 % und im Jahresvergleich um 3,4 %, gegenüber 3,5 % im Juni. Auch der PPI blieb im Juli stabil, während ein Anstieg von 0,2 % erwartet worden war; ohne Lebensmittel und Energie stieg er um 0,2 % gegenüber den erwarteten 0,3 %. Die Kombination aus moderater Inflation und einem weniger dynamischen Arbeitsmarkt verringert den Druck auf eine weitere geldpolitische Straffung.
Die Konjunkturlage hat sich hingegen zum Ende der Woche verschlechtert. Die Einzelhandelsumsätze gingen im Juli um 0,6 % zurück, während ein Anstieg von 0,1 % erwartet worden war – dies war ihr erster Rückgang seit neun Monaten. Auch das von der University of Michigan gemessene Verbrauchervertrauen sank im August auf 51,0 gegenüber 55,2 im Juli. Gleichzeitig beliefen sich die wöchentlichen Arbeitslosenanträge auf 209’000, gegenüber den erwarteten 202’000.
Das Bild wird somit ausgewogener: Die Inflation lässt eine weniger restriktive Geldpolitik zu, doch die nachlassende Nachfrage beginnt, ein Risiko für die Gewinne darzustellen. Die US-Aktien schlossen die Woche dennoch im Plus, trotz des Rückgangs am Freitag. Der Technologiesektor wird weiterhin durch die starken Gewinne im Bereich der künstlichen Intelligenz gestützt, doch die Bewertungsanforderungen steigen. Der Kursrückgang von Applied Materials um 5,1 % am Freitag trotz solider Gewinnaussichten verdeutlicht diese zunehmende Sensibilität gegenüber den Erwartungen. Im Gegensatz dazu profitierte der Energiesektor vom Anstieg des Ölpreises.
In Europa lag die Inflationsrate in Deutschland im Juli bei 2,8 % im Jahresvergleich, gegenüber 2,3 % im Juni, was den Erwartungen entsprach. Die Industrieproduktion im Euroraum blieb im Juni stabil, nachdem sie im Mai um 0,3 % gestiegen war. Das europäische Bild ist somit weiterhin von einer eher schwachen Industriekonjunktur geprägt, ohne dass dadurch jedoch nennenswerter neuer Inflationsdruck entsteht. Die europäische Allokation ist aufgrund der Bewertungen nach wie vor relativ attraktiv, doch die Gewinnaussichten sind weiterhin schlechter als in den USA. In der Schweiz gingen die Erzeuger- und Importpreise im Juli um 0,3 % und im Jahresvergleich um 2,1 % zurück, was das Fehlen eines industriell bedingten Inflationsdrucks bestätigt. Diese Konstellation wirkt sich weiterhin positiv auf die Kaufkraft und die Geldpolitik der SNB aus, spiegelt aber auch ein besonders moderates Umfeld bei den Importpreisen wider.
Diese Woche wird sich die Aufmerksamkeit auf das Protokoll der Fed, die US-amerikanischen und europäischen Einkaufsmanagerindizes (PMI) sowie die ersten chinesischen Daten für Juli richten. Die wichtigste Frage wird sein, ob die schwachen US-Umsätze lediglich eine statistische Schwankung darstellen oder den Beginn einer umfassenderen Abschwächung des Konsums signalisieren.

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