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04/11/2019

Das Wichtigste in Kürze

 USD/CHFEUR/CHFSMIEURO STOXX 50DAX 30CAC 40FTSE 100S&P 500NASDAQNIKKEIMSCI Emerging MArkets
Letzter Stand0.991.1010'252.243'623.7412'961.055'761.897'302.423'066.918'386.4022'850.771'049.19
Trend
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
%YTD0.42%-2.39%21.63%20.73%22.75%21.80%8.54%22.34%26.39%14.17%8.64%

 

Haupttrends:

1. Fed sorgt für gute Stimmung bei den Anlegern

2. Gute US-Arbeitsmarktzahlen

 

Kein Halloween-Schreck an den Börsen

Nach dem schlechten Start in den Oktober hat der Risikoappetit an den Märkten wieder zugenommen. Die wichtigsten Börsenindizes legten substanziell zu, wobei die zyklischen Valoren, allen voran die Automobilwerte, eine gute relative Performance verzeichneten. Die Unternehmensergebnisse haben die Erwartungen, die zugegebenermassen aber auch nicht sehr hoch lagen, im Durchschnitt übertroffen. Für das vierte Quartal wird mit einer Kontraktion der Gewinne gerechnet. An der politischen Front lief alles wie gewohnt mit den wahrgenommenen Fort- und Rückschritten bei den Verhandlungen im Handelskonflikt zwischen China und den USA.

Der kleine Dämpfer vom vergangenen Mittwoch, als der Chicago-Einkaufsmanagerindex vorgelegt wurde, der gegenüber den erwarteten 48 Punkten auf 43,2 Zähler sank, war nur von kurzer Dauer. Er führte zu einem Rückgang der langfristigen Zinsen und der Aktien, doch die Fed-Sitzung vermochte frotzdem die Stimmung der Anleger wieder aufzuhellen. Nach der erwarteten Senkung der Leitzinsen um 0,25% auf die Spanne von 1,5-1,75% dürfte die Fed die Füsse vorläufig stillhalten, es sei denn, die Wirtschaft verschlechtere sich wirklich spürbar. Die Inflation verharrt unter dem vom Fed festgelegten Ziel von 2%, und die Konsumausgaben und das Vertrauen sind nach 11 Jahren Wirtschaftsexpansion nach wie vor hoch. Bei den Unternehmen ist eine Abschwächung der Investitionstätigkeit und der Exporte in Zusammenhang mit dem Handelskonflikt, dem starken Dollar und dem schwachen Wachstum in Europa festzustellen, aber die Konsumenten bleiben in Kauflaune. Fed-Chef Powell erinnerte daran, dass weiterhin Unsicherheit bezüglich der Wirtschaftsperspektiven bestehe, die Geldpolitik jedoch akkommodierend und das Zinsniveau angemessen sei. Gemessen am BIP-Wachstum im dritten Quartal, das mit 1,9% über den Erwartungen lag, ist der wieder neutrale Ton der Fed effektiv gerechtfertigt.

Mit der Schaffung von 128’000 neuen Stellen (gegenüber den erwarteten 85‘000) waren die US-Arbeitsmarktzahlen beeindruckend. Da im Weiteren die Zahlen für die beiden vorhergehenden Monate nach oben revidiert wurden (95‘000 zusätzliche Stellen), ergibt sich ein sehr starkes Bild des USA-Arbeitsmarktes. Das Lohnwachstum betrug nur 3% p.a., sodass dadurch kein Inflationsdruck entsteht.

In China sorgte der für den Monat Oktober publizierte chinesische Einkaufsmanagerindex Caixin für die Industrie mit 51,7 Punkten (gegenüber dem offiziellen Index, der bei 49,3 Punkten liegt) für eine positive Überraschung. Da dieser vermehrt auf den Privat- und den Exportsektor ausgerichtet ist, soll er eine besseres Bild der Wirtschaftstätigkeit vermitteln, was Optimismus aufkommen liess. Im Weiteren publizierten die Schwergewichte der chinesischen Börse solide Ergebnisse. Ebenfalls positiv wirkten sich die Aussagen von US-Handelsminister Wilbur Ross aus, da im November mit dem Abschluss des Phase-1-Deals im Handelsstreit gerechnet werden könne. Nicht zuletzt könnte die Lieferung von Komponenten durch US-Technologieunternehmen an Huawei wieder zugelassen werden und sich stützend auf den Sektor auswirken.

Steht der chinesische Aktienmarkt vor einer kräftigen Erholung?

Der Referenzindex MSCI China hat unter den Handelsstreitigkeiten mit den USA gelitten. Der Index liegt heute im Vergleich zum MSCI World nahe dem Tiefstpunkt (siehe Abb. 1). Damit erscheint er relativ betrachtet äusserst attraktiv auf diesem Niveau.

Zahlreiche chinesische Unternehmen sind sehr viel stärker von ihrem Heimmarkt als von den Exportmärkten abhängig, sodass sie relativ immun gegenüber dem Handelskrieg sind. Für die anderen, insbesondere für die stark exportabhängigen Unternehmen, wird sich der Einbruch des Yuan von über 11% seit Anfang 2018 gegenüber dem Dollar positiv auf die Umrechnung der Gewinne in die Lokalwährung auswirken. 

Technisch gesehen werden die kommenden Wochen entscheidend sein, sowohl was den Marktindex als auch Titel wie JD.com (Chinas Amazon) anbelangt. 

Nachdem JD.com sich während nahezu sechs Monaten horizontal konsolidiert hatte, scheint der Titel bereit, den Widerstand bei USD 32.- zu durchbrechen. Das Chartmuster «Cup and Handle» (Abb. 2) spricht dafür, dass im Falle eines erfolgreichen Ausbruchs eine Haussewelle von rund 30% folgen könnte. Dieses Muster kann an den Charts verschiedener Titel sowie am Index der chinesischen A-Aktien festgestellt werden.

Die Entwicklung wird weiterhin aufmerksam verfolgt.

 

Abb. 1 MSCI China / MSCI World

Graph. 1. MSCI CHine / MSCI World

 

Abb. 2 JD.com

Graph. 2. JD.com

 

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