Ein weiteres Ultimatum
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Ein weiteres Ultimatum

Flash boursier vom 07.04.2026

Das Wichtigste in Kürze

 

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MSCI Emerging Markets

Letzter Stand

0.80

0.92

12'981.97

5'692.86

23'168.08

7'962.39

10'436.29

6'582.69

21'879.18

52'463.27

1'434.48

Trend

1

1

1

3

3

1

1

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3

2

2

%YTD

0.79%

-0.95%

-2.15%

-1.70%

-5.40%

-2.30%

5.08%

-3.84%

-5.86%

4.22%

2.14%

(Daten vom Donnerstag vor der Publikation)

Die vergangene Woche stand ganz im Zeichen der geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten. Der Markt stand im Wechselbad der Gefühle: Zwischen der Hoffnung auf eine Deeskalation einerseits und dem Risiko einer erheblichen Verschärfung des Konflikts andererseits. Nachdem sich die risikobehafteten Anlagen zu Beginn der Woche erholt hatten, wurden sie am Ende der Woche aufgrund der verschärften Rhetorik der USA gegenüber dem Iran erneut von einer Volatilitätswelle erfasst.

Geopolitik ist wichtigster Marktkatalysator

Zunächst wurden die Märkte durch konvergierende Signale in Richtung eines Waffenstillstands gestützt. Gleichzeitige Erklärungen Washingtons und Teherans liessen auf eine baldige Lösung des Konflikts hoffen. In der Folge kam es zu einer kräftigen Erholung der risikobehafteten Vermögenswerte, vor allem bei den sehr konjunkturabhängigen Segmenten. Am Ende der Woche wurde dieses Szenario aber wieder in Frage gestellt. Trump stellte dem Iran ein erneutes Ultimatum im Hinblick auf die Öffnung der Strasse von Hormus. Die Deadline wurde zuerst auf Montag, dann auf Dienstagabend angesetzt. Die explizite Drohung, die Energieinfrastrukturen des Irans anzugreifen, liess erneut Befürchtungen vor einem Erdölschock aufkommen. Gleichzeitig bestätigten die Angriffe der Huthi-Miliz auf Israel, dass es keine wirkliche Deeskalation gibt, was für weiterhin hohe geopolitische Risikoprämien an den Energie- und Aktienmärkten sorgt.

Robuste US-Wirtschaftsdaten

Der abwartende Kurs der US-Notenbank Fed wurde durch makroökonomische Daten gestützt, die robuster als erwartet ausgefallen sind. Mit der Schaffung von 178’000 neuen Arbeitsplätzen im März (erwartet wurden 65‘000) überraschte der Arbeitsmarkt positiv. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bildeten sich auf 202’000 zurück (erwartet wurden 212’000), und die Arbeitslosenquote war leicht rückläufig (auf 4,3% gegenüber den erwarteten 4,4%). Diese Daten bestätigen die relative Resilienz der US-Wirtschaft in einem unsicheren externen Umfeld. Darüber hinaus trug die Stellungnahme von Jerome Powell dazu bei, die Zinserwartungen neu zu kalibrieren. Die Markterwartungen wurden angesichts der vom Fed-Chef anerkannten Tatsache, dass Zinserhöhungen bei einem Erdölschock ineffizient sind, deutlich revidiert: Es wird praktisch keine zusätzlich Straffung mehr erwartet.

Europa: Inflationsdruck und restriktiver Kurs bestätigt

In der Eurozone wird die makroökonomische Entwicklung durch einen erneuten Inflationsschub im Energiebereich bestimmt. In Deutschland stieg die Inflation von 2,0% im Februar auf 2,8% im März, während die Gesamtinflation der Eurozone bei 2,5% lag, leicht unter den Erwartungen (2,6%), aber auf dem höchsten Stand seit Januar 2025. Die Arbeitslosenquote lag im Februar bei 6,2%, über den Erwartungen (6,1%). Daraus kann eine beginnende Abschwächung des Arbeitsmarkes abgeleitet werden. In diesem Umfeld bleibt die EZB bei ihrem restriktiven Kurs. Die Währungsbehörden haben klar zu verstehen gegeben, die Zweitrundeneffekte im Zusammenhang mit den steigenden Energiepreisen begrenzen zu wollen, indem sie Zinserhöhungserwartungen bereits ab dem zweiten Quartal verankern.

An den US-Börsen kam es zu einer Fortsetzung der Erholung, die Ende März eingesetzt hatte. Der Nasdaq legte um 5% zu, der S&P 500 um 3,82%, getragen von Technologiewerten und zyklischen Valoren. Die europäischen Märkte profitierten von der globalen Erholung an den Aktienmärkten. So legte der Stoxx Euro 50 um 2,28% zu. Diese Märkte sind dem Energierisiko und einer restriktiveren Geldpolitik strukturell jedoch weiterhin stärker ausgesetzt. In der Schweiz erholte sich auch der SMI und schloss die Woche mit +2,69%.

In dieser Woche ist das Auslaufen des amerikanischen Ultimatums zur Strasse von Hormus der wichtigste Marktkatalysator: Kommt es zu einer raschen Deeskalation im Nahen Osten, könnte sich die Rally an den Aktienmärkten mit einer Rotation zugunsten der zyklischen Valoren und einem Rückgang der Risikoprämien fortsetzen. Sollte sich die Lage jedoch weiter verschlechtern, könnten die Risiken eines Erdölschocks und einer steigenden Inflation die risikobehafteten Anlagen belasten.

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