Märkte unter dem Druck sich überschneidender Risiken
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Märkte unter dem Druck sich überschneidender Risiken

Flash boursier vom 26.10.2026

Das Wichtigste in Kürze

 

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25181.65

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7623.68

25955.34

62189.65

875.95

% 5 Tage

-0.27

-0.27

0.49

-2.19

-1.72

-2.19

-1.74

-0.46

-0.71

-4.03

-2.62

% YTD

3.88

-0.68

12.36

7.51

2.82

-1.63

10.52

12.38

12.19

26.42

14.28

(Daten vom Freitag vor der Publikation)

Die Woche war geprägt vom Zusammentreffen dreier Risiken: dem Anstieg der Energiepreise, den Unsicherheiten hinsichtlich der Finanzierung von Investitionen in künstliche Intelligenz (KI) und den Haushaltsspannungen in Frankreich.

 

USA: KI sieht sich mit der Realität ihrer Kosten konfrontiert

An den US-Märkten kam es bei den Technologiewerten zu einer Korrektur, was die Bedenken der Anleger hinsichtlich der Rentabilität und der Finanzierung des Wettlaufs um KI-Infrastrukturen bestätigte. Die Ausweitung der Kreditspreads von Anbietern von Recheninfrastrukturen, insbesondere im Neocloud-Segment, unterstreicht deren Abhängigkeit von mittlerweile teurer gewordenen Finanzierungen zur Unterstützung ihrer Investitionen. Die Ankündigungen der grossen Technologieunternehmen bestätigen jedoch, dass die Nachfrage nach Rechenkapazitäten weiterhin das Angebot übersteigt.

Konjunkturell gesehen ist der US-PMI-Gesamtindex von S&P Global von 58.4 im September auf 57.6 im Oktober zurückgegangen, spiegelt aber nach wie vor ein robustes Wachstum wider. Die wöchentlichen Neuanmeldungen bei der Arbeitslosenversicherung gingen auf 194’000 zurück, gegenüber den erwarteten 200’000, und bestätigen die Widerstandsfähigkeit des Arbeitsmarktes.

Der Anstieg des Brent-Ölpreises auf 116.72 USD pro Barrel am Wochenende (+6 %) sorgte für zusätzlichen Inflationsdruck. Die Angriffe der Houthis auf saudische Infrastrukturen haben die Befürchtungen vor Versorgungsengpässen wieder angefacht, trotz der relativen Normalisierung der Schifffahrtsströme in der Strasse von Hormuz.

 

Europa: weniger dynamisches Wachstum und französisches Länderrisiko

In Europa haben die politischen Unruhen in Frankreich und der Ölpreisanstieg mehrere solide Unternehmensergebnisse in den Schatten gestellt. Die Makroindikatoren bestätigen die Konjunkturabkühlung. Der zusammengesetzte PMI der Eurozone sank im Oktober von 53.1 auf 51.9 und erreichte damit den tiefsten Stand seit Beginn der im Juli beobachteten zaghaften Erholung. Auch die Konjunkturstimmung hat sich verschlechtert: Der ZEW-Index fiel von 25.8 auf 18.5 Punkte, während 23.6 erwartet worden waren. Frankreich steht im Mittelpunkt der Spannungen am Obligationenmarkt. Die Rendite der zehnjährigen OAT stieg im Tagesverlauf auf über 5.1%, den höchsten Stand seit 2002, und auch der Spread zur deutschen Bundanleihe hat sich deutlich ausgeweitet. Moody’s behielt am Freitag schliesslich das Länderrating bei Aa3 mit negativem Ausblick bei. Diese Entscheidung verhindert zwar eine sofortige Herabstufung, zerstreut jedoch nicht die Bedenken hinsichtlich der Fähigkeit der Regierung, einen glaubwürdigen Budgetentwurf zu verabschieden und das öffentliche Defizit zu senken. Die anhaltend hohen Langfristzinsen erhöhen die Kosten der öffentlichen Finanzierung und belasten die Bewertungen europäischer Vermögenswerte.

 

Schweiz: Unternehmensergebnisse dämpfen die Turbulenzen

Der SMI legte im Wochenverlauf zu und schnitt dabei besser ab als die grossen weltweiten Indizes. Die Quartalsergebnisse stellten eine wichtige Stütze dar, wobei mehrere Grosskapitalisierungen insgesamt solide Ergebnisse vorweisen konnten. Die Ergebnisse verdeutlichen den Nutzen einer sektoralen Diversifizierung: Defensive Werte und bestimmte Industriekonzerne haben den Turbulenzen, von denen die grossen Technologiewerte betroffen waren, besser standgehalten.
Die kommenden Quartalsberichte werden zeigen, ob das Gewinnwachstum den Anstieg der Kosten und des Finanzierungsbedarfs tatsächlich ausgleicht. In Europa wird die Entwicklung des französischen Staatsrisikos weiterhin besonders genau beobachtet werden. Das grösste makroökonomische Risiko bleibt eine erneute Beschleunigung der energiebedingten Inflation, die den Handlungsspielraum der Zentralbanken einschränken könnte.

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